Vincent Kompany hat es geschafft
Vincent Kompany hat etwas geschafft. Eigentlich mag ich ja Trainervergleiche überhaupt nicht. Jeder Trainer hat seine Zeit, sein Team, seine Möglichkeiten. Kommt ein neuer, beginnt es von vorne – ohne zurück zu schauen. Aber in diesem Fall fällt mir eine Sache immer wieder deutlich auf.
Erinnert ihr euch? Nach dem Weggang von Robert Lewandowski wollte Julian Nagelsmann erstmal keinen direkten Nachfolger. Das Toreschießen sollte auf die übrigen Spieler verteilt werden. Gnabry, Sané&Co. Geklappt hat das mittelprächtig. Mal ja, dauerhaft nein.
Dann kam Harry Kane und inzwischen Vincent Kompany. Und jetzt klappt es. Wir haben zwar einen Stürmer, der regelmäßig seine Tore schießt, aber es schießen auch immer wieder andere Spieler ihre Tore. Und zwar komplett gemischt. Mal ein junger, mal ein versierter – mal ein Offensivspieler, mal ein Abwehrspieler. Und wieso klappt das plötzlich? Weil sich nicht mehr jeder selbst der Nächste ist. Weil die Mannschaft wieder ein Team ist und miteinander kämpft. Weil jeder läuft, weil jeder schaut, ob vielleicht ein anderer besser steht. Weil jeder weiß, wie der andere denkt. Dann mag ein Ergebnis wie das 5:1 gegen RB Leipzig für manche Leipziger ein bisschen zu hoch erscheinen, aber das ist der neue FC Bayern. Nagelsmann hat es gewollt, Kompany hat es geschafft. Und ich muss sagen, es macht wahnsinnig Spaß 👏