Was ist der Klopp-Effekt?
Den Ausdruck „Klopp-Effekt“ habe ich einige Male gelesen in diesen Tagen. Doch was ist er und vor allem, wie lange hält er an?
Ich denke den Klopp- Effekt kann man vor allem so erklären: Jürgen Klopp gibt seinen Spielern viel, verlangt aber im Gegenzug auch viel. Wie ich bereits in meinem vorigen Blogartikel geschrieben habe, lässt Jürgen Klopp vermutlich keine Nachlässigkeit und keinen Schlendern durchgehen. Aber er hat im Gegenzug auch eine ganz andere Beziehung zu den Spielern als sein Vorgänger. Zu denen vom Gegner ebenso wie zu seinen eigenen. Er spricht bei Auswechslung oder nach dem Schlusspfiff intensiv mit jedem einzelnen, hat mit jedem, so scheint es, eine geneinsame Geschichte, die sie verbindet. Und genau so holt man seine Spieler dort ab, wo sie gerade stehen. Jeden einzelnen, jeden individuell. Spieler kommen freudestrahlend vom Feld zu ihm, jeder sucht den Kontakt zu ihm. Das oft heraufbeschworene „Kabine verlieren“ dürfte es bei Jürgen Klopp nicht geben.
Wie Klopp auf der Pressekonferenz auch selbst sagte, haben manche Gegner vielleicht bessere Spieler, aber die Taktik sei dazu da, sich so zu formieren, dass die individuellen Stärken des Gegners nicht so sichtbar werden… Klopp sagte auch, dass sie sich genau darum gekümmert hätten. Und das sieht man.
Ein großer Vorteil ist sicher auch, dass Klopp in dieser langen Länderspielpause viel Zeit hat, zu jedem Spieler weiteres Vertrauen aufzubauen, seine Stärken und Schwächen besser kennenzulernen, mit jedem einzelnen eine neue Geschichte zu schreiben. Das ist der Grundstock, den Jürgen Klopp legt. Eigentlich schon immer die Basis für seinen Erfolg.
Wir dürfen also hoffen, dass dieser Klopp-Effekt sehr lange anhält. Ob das auf dem Feld dann wirklich ausreicht, um auch gute bis sehr gute Gegner zu besiegen, wird die Zeit zeigen.