Mattheis brichts Eis
Bundesliga

Mattheis bricht’s Eis

„Mattheis bricht’s Eis. Hat er keins, macht er eins.“ Soll heißen, wenn es am Tag von Matthias, dem 24. Februar, kalt ist, beginnt da der Frühling. Ist es bereits warm, kommt der Winter zurück. Diese alte bayerische Bauernregel kam mir komischerweise als erstes in den Sinn bei der Vorstellung von Matthijs de Ligt beim FC Bayern. Vermutlich weil der Name Matthijs genauso ausgesprochen wird, wie eben die bayerische Form von Matthias. Für wahre Bayernfans ist der auf den ersten Moment vielleicht etwas schwierig aussehende Name unseres Neuzugangs also kein Problem. Und vielleicht bricht er ja auch wirklich das Eis und löst ein schon länger andauerndes Abwehrproblem beim FC Bayern.
Juve-Fans liefern bekannte Sätze wie „Den will ich nicht mehr in unserem Trikot sehen“, aber auch viele Glückwünsche. Immerhin haben sie nun als Ersatz den Brasilianer Bremer vom Lokalrivalen FC Turin bekommen. Auch ein Grund, warum Juventus sich von de Ligt doch recht bereitwillig getrennt hat. Stand doch der Wunschnachfolger schon lange fest. Von de Ligt erhofft sich Nagelsmann nicht nur eine stabilere Abwehr, sondern auch einige Impulse nach vorne, und natürlich einige Tore. Dass der 22-jährige das kann, hat er bereits eindrucksvoll bei Juventus bewiesen. Der FC Bayern könnte mit de Ligt also 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Das immer wieder bemängelte Abwehrproblem in den Griff bekommen, und ein paar der 40 Lewandowski-Tore auf eine weitere Schulter verteilen. de Ligt selbst sieht in der Spielweise des FC Bayern Parallelen zu seinem Jugend-Verein Ajax Amsterdam und blickt somit zuversichtlich in die neue Saison. Er postet fleißig Bilder mit seiner Partnerin Annekee Molenaar im Bayerntrikot, die auf Twitter&Co. positive Resonanz erzeugen. Und die Presse in München wäre nicht die Münchener Presse, wenn sie nicht sofort drauf angesprungen wäre.
Der Beginn des Frühlings, wenn alles neu aufblüht, ist eigentlich ein passender Vergleich für die neue Ära das FC Bayern, die wohl mit dem Weggang von Robert Lewandowski eingeläutet wurde. Natürlich finde ich dessen Abschied weiterhin sehr schade. Aber vielleicht kam er dennoch genau zum richtigen Zeitpunkt. Irgendwann wäre er sowieso gekommen. Und ob dann Spieler wie Mané und de Ligt noch zu haben gewesen wären, ist fraglich. Julian Nagelsmann hat ebenfalls von einem „neuen“ FC Bayern gesprochen. Jetzt hat er alle Möglichkeiten dazu. Egal wer jetzt noch kommt oder vielleicht geht. Jetzt liegt es an Nagelsmann. Besser aufgestellt ging der FC Bayern lange nicht in eine neue Saison. 3 Titel wären definitiv möglich. Also spätestens seit der Ankunft von Matthijs de Ligt ist alles gut geworden, nach diesem nervenaufreibenden Transfersommer. Einen tollen Einstand hatte er ja bereits bei seinem ersten Spiel für den FC Bayern. Vielleicht stimmt ja die alte Bauernregel: Mattheis bricht’s Eis.

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